#1 Kulturstadt Innsbruck: Gemeinsam die Zukunft entwickeln

Kunst und Kultur sind für alle da, die in Innsbruck leben, arbeiten oder verweilen. Sie prägen nicht nur das Image einer Stadt, sondern sind etwa auch für die Identität, die Standortattraktivität oder die Lebensqualität von herausragender Bedeutung. Im Dezember 2019 hat der Stadtsenat daher beschlossen, unter breiter öffentlicher Beteiligung eine Kulturstrategie für Innsbruck zu entwickeln, die Umsetzungsvorschläge für die nächsten zehn Jahre enthalten soll.

Die erste Phase wurde im Juni dieses Jahres gestartet. Am 16. Juli 2020 wurde der Prozess zur Erstellung der Kulturstrategie Innsbruck 2030 im Innsbrucker Gemeinderat vorgestellt.

Einen Live-Stream der Gemeinderatssitzung zum Nachsehen gibt es hier: youtube.com/watch?v=76h1ynoqhec, und die Pressemitteilung findet sich hier: innsbruck.gv.at/data.cfm?vpath=redaktion/ma_v/kultur/dokumente33

„Wir schaffen mit der Kulturstrategie eine Möglichkeit für alle, die sich beteiligen wollen, gemeinsam zu überlegen, wie wir unsere Stadt künftig als Kulturstadt gestalten wollen und stärken können. In diesem umfassenden Prozess wollen wir gemeinsam ausloten, mit welchen Maßnahmen wir alle dazu beitragen können, um unsere Vision umzusetzen. Wir bemerken, dass der Bedarf nach Austausch und nach der Entwicklung neuer Strategien im Kulturbereich gerade nach den vergangenen Monaten besonders groß ist. Der Kulturstrategie-Prozess kommt damit genau zur richtigen Zeit.“

Mag.a Uschi Schwarzl, Vizebürgermeisterin der Stadt Innsbruck

Bis März 2021 werden nun in einem ersten Schritt wissenschaftliche Grundlagenarbeiten durchgeführt. Ab April 2021 folgt dann eine mehrmonatige Diskussions- und Workshopphase zur kulturellen Zukunft von Innsbruck. Möglichst viele Akteurinnen und Akteure des Innsbrucker Kunst- und Kulturbereichs werden dabei zu insgesamt sechs Themen-Workshops persönlich eingeladen. Die Workshops stehen aber auch allen anderen Personen offen, die an der kulturellen Zukunft von Innsbruck interessiert sind. Daran anschließend findet die politische Feinabstimmung und Vermittlung der Kulturstrategie statt. Nach der geplanten Beschlussfassung im Innsbrucker Gemeinderat wird die Kulturstrategie im Mai 2022 auch öffentlich präsentiert. Um den Kulturstrategieprozess langfristig wirksam und anzulegen, folgen zwei weitere Phasen: die Umsetzung erster Maßnahmen (geplant ab Mitte 2022/Anfang 2023) und anschließend (ca. 2024) eine Evaluation und Berichterstattung im Gemeinderat mit dem Beschluss über die nächsten Schritte bis 2030.

Im Bild v. l. n. r.: Rita Hebenstreit (Kulturamt der Stadt Innsbruck), Aliette Dörflinger (externe Prozessbegleitung), Uschi Schwarzl (Vizebürgermeisterin und Kulturstadträtin) © Stadt Innsbruck/Giuliani

Fachlich begleitet wird der Prozess durch das Linzer Institut für qualitative Analysen (LIquA) unter der Leitung von MMag. Thomas Philipp in Kooperation mit Mag.a Aliette Dörflinger. Die strategische Steuerung erfolgt über ein Projektteam. Für die inhaltliche Unterstützung werden außerdem eine Arbeitsgruppe und ein Advisory Board eingerichtet.

„Wir sehen diesen gemeinsamen Prozess als Chance, die Kommunikation und den Austausch innerhalb der Kulturszene zwischen den unterschiedlichsten Akteurinnen und Akteuren auf neue Beine zu stellen. Transparenz ist uns dabei selbstverständlich besonders wichtig. Dazu haben wir mittlerweile eine Webseite eingerichtet, die unter anderem die Möglichkeit bietet, sich über den Prozess zu informieren und bei Interesse in einem Newsletter einzutragen. Verschiedene Ergebnisse, die über die nächsten Monate erarbeitet werden, können später hier auch kommentiert werden. Damit schaffen wir eine erste Grundlage für eine direkte Beteiligung der Bevölkerung.“

Dipl.-Kult.in Rita Hebenstreit, Referat Kulturentwicklung und Förderungen