#20 Vielfalt, Engagement und Expertise

Die Erstellung der Kulturstrategie Innsbruck 2030 schreitet zügig voran. Derzeit geht es vor allem darum, die vielen Ergebnisse aus den Workshops zu reflektieren, diskutieren und verdichten. Ziel ist es, in den kommenden Wochen einen Entwurf zu erstellen, der im Laufe des März auf der Website veröffentlicht wird und begutachtet werden kann. Nach Bearbeitung der eingegangenen Stellungnahmen soll dann die Kulturstrategie bis Mitte des Jahres den politischen Gremien der Stadt Innsbruck zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Dem Kulturausschuss der Stadt Innsbruck kommt in der aktuellen Phase die Rolle zu, die von der Arbeitsgruppe und dem Projektteam erarbeiteten Vorschläge zu reflektieren und Feedback aus politischer Sicht zu geben. Am 10. Jänner trafen sich dazu die Mitglieder des Kulturausschusses, um über die Entwürfe des Leitbilds, der Handlungsfelder und der Ziele der Kulturstrategie zu debattieren. An der Sitzung des Kulturausschusses nahmen die ressortführende Stadträtin Uschi Schwarzl (GRÜNE) sowie die Mitglieder des Kulturausschusses Irene Heisz (SPÖ), Christoph Appler (ÖVP), Andrea Dengg (FPÖ), Astrid Denz (FPÖ), Thomas Lechleitner (GRÜNE), Dejan Lukovic (GRÜNE), Mesut Onay (ALI), Theresa Ringler (Für Innsbruck) und Dagmar Klingler-Newesely (NEOS) teil, darüber hinaus auch noch Isabelle Brandauer (MA V, Kulturamt der Stadt Innsbruck), Rita Hebenstreit (MA V, Kulturamt der Stadt Innsbruck), Claudia Jochum (Praktikantin MA V, Kulturamt der Stadt Innsbruck), Thomas Philipp (LIquA) und Aliette Dörflinger (Dörflinger Consulting & Facilitation).

In der Sitzung wurde auf mehrere wichtige Aspekte eingegangen. So wurde festgestellt, dass eine präzise Bestimmung der Rolle des Stadtmagistrats in der Kulturstrategie notwendig ist: Worin liegen die Kernaufgaben der Stadt? Welche Maßnahmenvorschläge aus der Strategie sollen von der Stadtverwaltung selbst umgesetzt werden? Wo geben städtische Kulturpolitik und Kulturverwaltung nur den Anstoß, damit andere Akteurinnen und Akteure sich an die Umsetzung machen können und wo ist aktive Unterstützung seitens der Stadtverwaltung notwendig und sinnvoll? Betont wurde, dass eine Priorisierung der Maßnahmenvorschläge sinnvoll erscheint, die gleichzeitig den Blick auf die Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale der Kulturstadt Innsbruck lenkt. Ebenfalls von großer Relevanz: die Berücksichtigung der bereits bestehenden Vielfalt im Kunst- und Kulturbereich, auf die aufgebaut werden sollte.

Von den Mitgliedern des Kulturausschusses wurden einzelne Handlungsfelder hervorgehoben, die einer besonderen Beachtung bedürfen. Kulturelle Bildung, kulturelle Teilhabe oder Stadtteilkultur zählen hierzu. Hierbei sollte es etwa darum gehen, die kulturelle Vernetzung zwischen den bestehenden Vereinen in den Stadtteilen zu fördern, die vor Ort lebenden Menschen aktiv in die kulturelle Weiterentwicklung miteinzubeziehen und mit den bestehenden Strukturen und Partnern wie den ISD-Stadtteiltreffs gezielt zusammenzuarbeiten. Weiters angesprochen wurden u. a. die Herausforderungen der gegenwärtigen Coronakrise für Kultur und Tourismus, die Möglichkeiten der Beteiligung an kulturpolitischen Entscheidungsprozessen und die Sichtbarkeit von Kunst und Kultur im Kontext von Marketing, Medien und Kommunikation. Der Kulturausschuss wird sich in einem nächsten Schritt der Diskussion der Maßnahmenvorschläge widmen.

Bis dorthin wird die siebenköpfige Arbeitsgruppe am Entwurf der Kulturstrategie feilen. Ende Jänner begibt sie sich dazu an zwei Tagen in eine Klausur und arbeitet an der Konkretisierung der Maßnahmenvorschläge. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind Monika Abendstein (bilding – Kunst- und Architekturschule für Kinder und Jugendliche), Karl. C. Berger (Tiroler Volkskunstmuseum), Isabel Gabbe (Department für Musikpädagogik Innsbruck der Universität Mozarteum Salzburg), Petra Poelzl (Tiroler Künstler:innenschaft – Kunstpavillon & Neue Galerie), David Prieth (p.m.k., skin on marble, Kulturkollektiv Contrapunkt), Helene Schnitzer (TKI – Tiroler Kulturinitiativen) und Nicola Weber (WEI SRAUM. Designforum Tirol). Anschließend werden Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen um Rückmeldungen zu den Vorschlägen gebeten – hier ist insbesondere das Advisory Board gefragt, das aus 32 Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur, aber auch aus relevanten Schnittstellenbereichen wie Wissenschaft, Bildung, Jugend, Soziales, Integration, Tourismus, Kreativwirtschaft oder Stadtplanung, besteht. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe und des Advisory Boards: sie alle stehen stellvertretend für die Vielfalt, das Engagement und die Expertise, die den Innsbrucker Kunst- und Kulturbereich auszeichnen.

 

#19 Kulturstrategie 2030: Rückblick und Ausblick

Die sechs Workshops von April und November 2021 bildeten das Herzstück des Kulturstrategie-Prozesses. Vier Teilnehmer*innen schildern ihre persönlichen Eindrücke von den Gesprächsrunden, in denen sie zuerst digital, dann in Präsenz dabei waren. In den Workshops wurden Vorschläge für Ziele und Maßnahmen der Kulturstrategie erarbeitet und Menschen sichtbar, die sich mit ihren Ideen und Anliegen bei der Umsetzung einbringen wollen. Das Spektrum der Teilnehmenden war sehr breit gestreut und reichte über unterschiedliche Fachgebiete und Generationen hinweg. „Durch die heterogene Durchmischung von so unterschiedlichen kulturaffinen Menschen ergaben sich für mich Blickwinkel, Ideen und Verbindungen, die mir sonst nicht begegnet wären. Und dadurch auch ganz konkrete Pläne für Zusammenarbeit in der Zukunft“, erinnert sich Teresa Waas (Initiative Hunger auf Kunst und Kultur).

Viele der im Durchschnitt jeweils rund 100 Teilnehmer*innen waren bei mehreren Workshops dabei, was eine kontinuierliche Arbeit und eine Vernetzung untereinander ermöglichte: „Das stärkt nicht nur die einzelnen Institutionen, sondern die Kulturlandschaft Tirols im Ganzen,“ findet Frederik Lordick (Dachsbau, Innsbruck Club Commission) und hält fest: „Unser Wunsch ist es, dass diese sehr produktiven und wichtigen Workshops zu einer Kulturstrategie für Innsbruck und Umgebung führen, die der gesamten Tiroler Kulturszene endlich den Stellenwert gibt, der ihr gebührt und in diesem Zuge auch der hiesige Kulturbegriff neu definiert wird.“

Kultur blüht auf

„Mein Eindruck von den Workshops war sehr positiv, sie waren gut organisiert und es motivierte mich persönlich auch immer wieder, wenn ich so vielen engagierten Menschen begegnen durfte,“ sagt Viktoria Atzl (Verein Künstlervernetzung) und betont: „Durch die Vernetzung von Kulturschaffenden untereinander könnte der Zusammenhalt dieser Branche gestärkt werden und bereits vorhandene Infrastruktur besser genutzt werden.“

„Die äußerst bunte Innsbrucker Kulturszene sollte mit geschlossener Stimme für ein Mehr an vielfältiger Kultur auftreten. Die Kulturstrategie-Workshops wurden sehr professionell abgewickelt und verschiedene Meinungen der anwesenden Kulturtreibenden gut herausgefiltert,“ führt Peter Margreiter (Tiroler Volksmusikverein) aus: „Die Kunst wird es sein, diese Meinung einer doch recht überschaubaren Gruppe mit den allgemein kulturellen Interessen der Stadtbevölkerung, also den Kultur-Endverbrauchern zu verschmelzen. Kultur blüht auf, wenn sie wahrgenommen wird.“

Wie und wann geht’s weiter?

Nach Abschluss der Workshop-Phase bearbeitet eine Arbeitsgruppe die Ergebnisse. Der Kulturausschuss diskutiert die vorgeschlagenen Ziele und Maßnahmen. Daraus entsteht der Entwurf des Strategiepapiers. Im März 2022 wird der Entwurf der Kulturstrategie auf dieser Website veröffentlicht und es startet eine einmonatige, öffentliche Begutachtungsfrist, zu der alle Interessierten wieder eingeladen werden.

Link zur Pressemitteilung: ibkinfo.at/kulturstrategie-ausblick

 

#18 Ergebnisse des VI. Workshops veröffentlicht

Der VI. und letzte Workshop am 9. November stand unter dem Titel „Offene Diskussion … auf der Zielgeraden“. Über 70 Teilnehmer*innen diskutierten an 10 Themen-Inseln über noch offene Aspekte und widmeten sich einer Verdichtung von Zielen und Maßnahmenvorschlägen. Hier geht’s zur Dokumentation des VI. Workshops.

In den kommenden Wochen wird nun in der Arbeitsgruppe und im Projektteam intensiv am Entwurf der Kulturstrategie Innsbruck 2030 weitergearbeitet, der im März 2022 auf dieser Website in eine öffentliche Begutachtung geschickt wird.

 

#17 Ergebnisse des V. Workshops veröffentlicht

Auch der V. Workshop zum Thema „Wert & Vielfalt“ am 18. Oktober im Congress brachte zahlreiche wertvolle Erkenntnisse. Hier geht’s zur Dokumentation des V. Workshops.

Termin des letzten Workshops:

  • VI. Workshop – Offene Diskussion … auf der Zielgeraden
    Dienstag, 9. November 2021, 17:00 – 20:30 Uhr
    Congress Innsbruck (Rennweg 3, 6020 Innsbruck)
    Anmeldezeitraum: Dienstag, 19. Oktober bis Montag, 1. November

 

#16 Letzter Workshop – Anmeldung jetzt geöffnet

Die Anmeldefrist für den sechsten und letzten Workshop im Rahmen des Kulturstrategieprozesses Innsbruck läuft:

Dienstag, 9. November 2021
im congress, Saal Innsbruck
Dauer: 17 bis 20:30 Uhr
anschließend Get together bis 21:30 Uhr.

Thema: Offene Diskussion … auf der Zielgeraden

Der abschließende Workshop geht auf die Zielgerade: Wir werden blinde Flecken und noch offene bzw. verborgene Themen aufdecken. Unsere zentrale Aufgabe wird auch sein, die Ideen gemeinsam zu konkretisieren, vielleicht noch besser zu formulieren und zu klären, wer sich wo bei der Umsetzung selbst einbringen möchte. Haben wir alles besprochen, was es braucht, um Innsbruck mit einer guten Kulturstrategie 2030 auszustatten? Was ist besonders wichtig? Brennt noch etwas? Eine offene Diskussion für alle Beteiligten.

Wir freuen uns über alle, die es noch ermöglichen können, sich mit ihren Ideen einzubringen!

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich! Die Anmeldefrist für den V. Workshop läuft von 19. Oktober bis 1. November. 

Bitte beachten: Bitte beachten: Es gilt bei uns die 3-G-Regel (siehe Teilnahmebedingungen – Änderungen vorbehalten).

 

#15 Ergebnisse des IV. Workshops veröffentlicht

Beim IV. Workshop am 29. September haben rund 60 Teilnehmende über das Thema „Raum & Zusammenarbeit“ im Haus der Musik diskutiert. Hier geht’s zur Dokumentation des IV. Workshops.

Nächste Workshop-Termine:

  • V. Workshop – Wert & Vielfalt: Ist das Kunst oder kann das weg?
    Montag, 18. Oktober 2021, 17:00 – 20:30 Uhr
    Congress Innsbruck (Rennweg 3, 6020 Innsbruck)
    Anmeldung bereits geschlossen.
  • VI. Workshop – Offene Diskussion … auf der Zielgeraden
    Dienstag, 9. November 2021, 17:00 – 20:30 Uhr
    Congress Innsbruck (Rennweg 3, 6020 Innsbruck)
    Anmeldezeitraum: Dienstag, 19. Oktober bis Montag, 1. November

 

#14 Kulturstrategie 2030: Was ist Kunst?

Am 18. Oktober steht die Frage „Wert & Vielfalt: Ist das Kunst oder kann das weg?“ – durchaus etwas provokativ – auf der Tagesordnung des V. Workshops. Im Workshop kommen im Congress folgende Fragen zur Sprache: Welchen Wert haben Kunst und Kultur (monetär und ideell)? Wie soll Zeitgenössisches mit Tradition, Schwerpunktsetzung mit Diversität und Vielfalt zusammenwirken? Und wie soll gefördert werden?

Es wird thematisiert, wie sich Schwerpunktsetzungen in der Programmatik und in den Förderungen und Vielfalt zueinander verhalten. Was könnte „Vielfalt“ in Kunst und Kultur in Innsbruck bedeuten und welcher Wert wird einer Vielfalt gegeben? Meinen wir damit z. B. mehr zeitgenössische Kunst oder eher eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit der Tradition? Welche Rolle spielen zukünftig einzelne Genres in der künstlerischen und kulturellen Vielfalt der Stadt oder auch die spartenübergreifende Zusammenarbeit?

Dem schließt sich natürlich auch die Frage an, wie vorhandene Mittel zukünftig „gerecht“ verteilt werden können. Welche Kriterien für Kulturförderung und -verfahren sind sinnvoll? Wie können Vergabeprozesse transparenter gestaltet werden? Können und sollen wir dabei mehr Spielräume für neue Akteur*innen, wenig sichtbare Sparten/Genres und experimentelle Prozesse schaffen?

Auch dieses Mal sind wieder alle Interessierten zur Beteiligung an der kulturellen Entwicklung der Stadt eingeladen. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich! Die Anmeldefrist für den V. Workshop läuft von 30. September bis 10. Oktober. 

Bitte beachten: Bitte beachten: Es gilt bei uns die 3-G-Regel (siehe Teilnahmebedingungen – Änderungen vorbehalten).

 

#13 Zweite Runde beim Beteiligungsprozess zur Kulturstrategie Innsbruck

Wir melden uns zurück aus der Sommerpause und starten in den zweiten Teil der Workshop-Phase – und das endlich LIVE!

Seit Juli letzten Jahres wird intensiv an der Kulturstrategie Innsbruck 2030 gearbeitet. Nach wissenschaftlichen Vorarbeiten und der Veröffentlichung eines umfassenden Grundlagenpapiers wurden im Frühling dieses Jahres online drei Workshops durchgeführt. Über 400 Teilnehmende haben sich dabei zu den Themen „Stadt & Image“, „Vermittlung & Arbeit“ sowie „Bildung & Gesellschaft“ aktiv eingebracht und wertvolle Beiträge für die kulturelle Zukunft unserer Stadt geliefert.

Im Herbst laden drei weitere Workshops dazu ein, die kulturelle Zukunft von Innsbruck mitzugestalten. Nun geht es uns darum, bereits andiskutierte wichtige Themen für die Kulturentwicklung in Innsbruck konkreter zu fassen und Ideen weiterzuentwickeln. Am Mittwoch, 29. September findet der IV. Workshop des Kulturstrategieprozesses zum Thema „Raum & Zusammenarbeit“ im Haus der Musik statt. Dauer: 17 bis 20:30 Uhr – anschließend Get together bis 21:30 Uhr.

ACHTUNG: Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich! Ihre und eure Anmeldung nehmen wir vom 4. bis 17. September entgegen Die Anmeldung ist nur über das Anmeldeformular auf dieser Website möglich und muss anschließend mit einer leeren Antwort-Mail bestätigt werden.

Bitte beachten: Wir möchten, dass sich alle sicher fühlen können, daher gilt bei uns die 3-G-Regel und zudem Maskenpflicht (siehe Teilnahmebedingungen – Änderungen vorbehalten).

Zum Thema des Workshops: Beim Septembertermin geht’s um „Raum & Zusammenarbeit: Wer kann mit wem?“: Wo sind zukunftsweisende Schnittstellen zwischen Tourismus und Kunst, Wirtschaft und Kultur, einheimisch und zuagroast …? Und wer kann wo? Wie kann der öffentliche Raum in Innsbruck für Kunst und Kultur genutzt werden? Und welche Räume können langfristig oder interimistisch zu Kulturräumen werden?

Wir wollen Innsbrucks Kulturnetzwerk verstehen und weiterdenken: Wofür brauchen wir mehr Austausch und Vernetzung und was braucht es für eine gelungene Kultur des Miteinanders? Wie können gemeinsame Interessen über Sparten- und Sektorengrenzen hinaus wirksam sichtbar gemacht werden? Wie können externe Impulse Gehör in Politik und Verwaltung finden und Entscheidungsgrundlagen in der Kulturpolitik in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Innsbrucker KulturakteurInnen entstehen?
Welche „Räume für Kultur“ wollen wir in Zukunft nutzen und gestalten? Welche Konzepte gibt es, um mehr Räume für Kultur in der Stadt nutzbar zu machen? Welche Konzepte für digitale Räume sind zukunftsweisend? Wie und wo können neue Keimzellen für die Kulturentwicklung in Innsbruck, auch für ungewöhnliche, innovative neue Ideen entwickelt bzw. bestehende Orte gestärkt werden?

Es folgen noch zwei weitere Workshops:

  • V. Workshop – Wert & Vielfalt: Ist das Kunst oder kann das weg?
    Montag, 18. Oktober 2021, 17:00 – 20:30 Uhr
  • VI. Workshop – Offene Diskussion … auf der Zielgeraden
    Dienstag, 9. November 2021, 17:00 – 20:30 Uhr

 

#12 Halbzeit bei den Workshops – Beteiligung wird groß geschrieben

Viel hat sich im Frühling bei der Kulturstrategie Innsbruck 2030 getan. Nach intensiven Vorarbeiten wurde Mitte März eine 265-seitige Grundlagenarbeit veröffentlicht. Sie beinhaltet nicht nur eine erstmalige umfassende Bestandsaufnahme des Kunst- und Kulturbereichs in Innsbruck, sondern auch zahlreiche potenzielle Ziele und Maßnahmen für die kulturelle Zukunft der Stadt.

Gleichzeitig dienten die Ergebnisse aus der Grundlagenarbeit für die Planung der derzeit laufenden Workshop-Phase. Beim ersten Workshop im April 2021 fanden sich mehr als 180 Teilnehmende in einer Zoom-Videokonferenz ein und nahmen sich über drei Stunden Zeit, um über ihre Vorstellungen zum Thema „Stadt & Image: Kultur statt der Berge oder Kulturstadt der Berge?“ zu diskutieren. Auch in den beiden folgenden Workshops im Mai und Juni 2021 wurden jeweils rund 100 Teilnehmende im digitalen Raum begrüßt. Die Themen hier: „Vermittlung & Arbeit“ sowie „Bildung & Gesellschaft“.

Aus den Workshops ergeben sich wertvolle Erkenntnisse, die in weiterer Folge auch in die Kulturstrategie einfließen werden. So ist der große Bedarf an Vernetzung und Austausch augenscheinlich, insbesondere sparten- und genreübergreifend sowie zwischen den großen Institutionen und den kleineren Initiativen im Innsbrucker Kulturbereich. Ein oftmals genanntes Ziel ist ein Mehr an Sichtbarkeit der bestehenden Kulturangebote, wobei es hier u. a. um die Findung von gemeinsamen Möglichkeiten sowie die gleichzeitige Ansprache von Tourist*innen und Bewohner*innen geht. Ebenfalls ein großes Thema in den Workshops waren Zielsetzungen, die sich mit dem Zugang für Kunst und Kultur zum öffentlichen Raum der Stadt beschäftigen: Aktives Leerstandsmanagement, mehr kulturelle Angebote in den Stadtteilen abseits des Zentrums und die verstärkte Nutzung des öffentlichen Raums für kulturelle Zwecke sind damit angesprochen. Auf einer übergeordneten Ebene wurde in den Workshops auch immer wieder ein klares Bekenntnis der Stadt zum Wert von Kunst und Kultur eingefordert. Daraus ergeben sich Zielsetzungen wie eine verstärkte Wertschätzung von Kunst und Kultur, die Anerkennung der Vielfalt der unterschiedlichen kulturellen Ausdrucksweisen oder die Umsetzung von Fair Pay im Kunst- und Kulturbereich.

Die Ergebnisse der Workshops werden immer zeitnah auf der Website veröffentlicht und können dort kommentiert werden. Hier finden sich neben aktuellen News auch Informationen zu Ablauf, Inhalt und Beteiligung. Letztere wird bei der Kulturstrategie Innsbruck 2030 übrigens groß geschrieben, wie folgende Beispiele zeigen:

  • Nach den Workshops trifft sich immer eine 7-köpfige Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern des Innsbrucker Kulturbereichs, um über die jeweiligen Workshop-Ergebnisse zu reflektieren und diskutieren.
  • Ende Juni wurde erstmals ein Advisory Board mit 30 Persönlichkeiten einberufen, das seine Expertise punktuell einbringen wird.
  • Intensiv in den Prozess eingebunden ist der Kulturausschuss der Stadt Innsbruck. So wurde den Mitgliedern des Ausschusses Anfang Juli ein Zwischenstand der Arbeiten präsentiert und über Themen wie den Stellenwert von Kunst und Kultur in Innsbruck, die Sichtbarkeit des kulturellen Angebots oder kulturelle Bildung diskutiert.
  • Ein fachspezifischer Austausch findet mit verschiedenen Stakeholder*innen wie dem Tourismusverband Innsbruck oder der Lebensraum Tirol Holding statt. An beide ergeht an dieser Stelle auch ein großer Dank, an den Tourismusverband Innsbruck als Mitfinanzierer und an die Lebensraum Tirol Holding als Partner für die Unterstützung des Projekts.

Im September, Oktober und November folgen drei weitere Workshops. Sie stehen grundsätzlich allen Interessierten offen und ermöglichen eine aktive Beteiligung der Bevölkerung an der kulturellen Entwicklung der Stadt. Der nächste Workshop zum Thema „Raum & Zusammenarbeit“ findet am 29. September im Haus der Musik Innsbruck (Universitätsstraße 1, 6020 Innsbruck) statt. Eine Anmeldung unter kulturstrategie-innsbruck.at/beteiligung ist von 4. bis 17. September möglich.

 

#11 Ergebnisse des III. Workshops veröffentlicht

Auch der dritte Workshop zur Kulturstrategie Innsbruck 2030 war wieder gut besucht. Rund 80 Teilnehmer:innen nahmen am 15. Juni die Gelegenheit wahr, um sich in einer mehrstündigen Zoom-Videokonferenz zum Thema „Bildung & Gesellschaft: Bilden wir die Gesellschaft!“ auszutauschen. Die Ergebnisse des dritten Workshops finden sich auf der Website zur Kulturstrategie Innsbruck 2030 und können dort ergänzt und kommentiert werden: Hier geht’s zur Dokumentation des III. Workshops.

Die erste Hälfte der Workshop-Phase ist nun vorbei. Neben „Bildung & Gesellschaft“ wurde dabei intensiv über die Themen „Stadt & Image: Kultur statt der Berge oder Kulturstadt der Berge?“ sowie „Vermittlung & Arbeit: Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ diskutiert.

Die zweite Hälfte der Workshop-Phase umfasst folgende Themen:

  • IV. Workshop – Raum & Zusammenarbeit: Wer kann mit wem?
    Mittwoch, 29. September 2021, 17:00 – 20:30 Uhr
    Anmeldezeitraum: Sa., 4. bis Fr., 17. September.
  • V. Workshop – Wert & Vielfalt: Ist das Kunst oder kann das weg?
    Montag, 18. Oktober 2021, 17:00 – 20:30 Uhr
  • VI. Workshop – Offene Diskussion … auf der Zielgeraden
    Dienstag, 9. November 2021, 17:00 – 20:30 Uhr

Die Orte werden noch – abhängig von der aktuellen COVID-19-Situation – auf der Website bekanntgegeben.

Details zu den einzelnen Workshop-Themen finden Sie im Menü „Beteiligung“.